Limeshain wächst und blüht – Auszug aus der Neujahrsrede 2020 des Bürgermeisters

Limeshain ist attraktiv für die Menschen, sowohl für Junge als auch für Alte. Das liegt auch an unserer hervorragenden Infrastruktur. Was die Bürgerinnen und Bürger schätzen, ist die Nähe zur MetropolRegion RheinMain, die Nähe zur Autobahn, vermehrt ortsnahe Arbeitsplätze, Kinderbetreuung, Breitbandinternet, Freizeitangebote und vieles mehr. Doch darauf wollen wir uns nicht ausruhen. Vielmehr fragen wir uns:  Was brauchen wir in Limeshain noch? Wie können wir das Leben in der Gemeinde für unsere Bürgerinnen und Bürger verbessern? Deshalb beschäftigen uns momentan zahlreiche Themen, die jetzt und auch in Zukunft wichtig sein werden.

Überall wird zum Beispiel erbittert über die Abschaffung von Straßenausbaubeiträgen gestritten. Ich bin ganz klar für deren  Abschaffung, wenn das Land Hessen zumindest einen Großteil der Kosten übernimmt oder wenn eine entsprechende Gegenfinanzierung sichergestellt werden kann. Wir hier in Limeshain haben das Thema Straßenausbaubeiträge derzeit in der parlamentarischen Diskussion. Am Ende, so hoffe ich, werden wir eine gute Lösung finden.

Kinder sind unsere Zukunft. Unsere Grundschule, die aufgrund steigender Geburtenzahlen in der Gemeinde wieder 3-zügig einschult, ist auf dem Weg zur Ganztagsschule. Wir unterstützen sie dabei.  Auch Waldpädagogik wird ein Thema sein, dem wir uns in den kommenden Jahren widmen.

Umweltschutz ist letzten Endes immer Menschenschutz, auch dessen sind wir uns bewusst. Sorgen macht uns in diesem Zusammenhang, dass es unserem Wald so schlecht geht wie schon lange nicht mehr. Schuld ist zweifelsfrei eine Entwicklung,  die durch die Veränderung unseres Klimas verursacht wird. Die sehr trockenen Sommer 2018 und 2019 ließen viele Bäume verdursten. Und die, die überlebten wurden vom Borkenkäfer angegriffen. In unserem Wald sind alle Nadelhölzer und zusätzlich noch unsere Hauptbaumart, die Buche, stark gefährdet. Zu allem Überfluss hat sich das Land Hessen aus der Holzvermarktung ab einer Fläche von 100 Hektar verabschiedet.  Die Kommunen müssen nun eigene Holzvermarktungsorganisation gründen. Wir sind gerade dabei, ein Holzkontor Main-Kinzig-Kreis/Wetterau zu gründen. Unser Wald muss erhalten werden. Wenn nötig, müssen wir dafür auch so manchen Euro einsetzen. Doch unser Wald sollte es uns wert sein. Denn Wald ist Wasserschutz, Wald ist Klimaschutz, Wald ist Erholung, ist Entspannung, ist Freizeit. Und Wald ist natürlich auch Naturschutz und  Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten.

Limeshain ist außerdem auf dem Weg zu einer klimaneutralen Gemeinde. Dafür haben wir in den vergangenen 10 Jahren viel getan. So haben wir den Co2-Ausstoß gemeindlicher Liegenschaften deutlich reduziert. Bereits seit 2012 ist der öffentliche Strom auf Öko-Strom umgestellt. Unsere Gebäude und Heizungsanlagen werden ständig saniert und energetisch optimiert. 2013 wurde die gesamte Straßenbeleuchtung  auf LED umgestellt. Wir haben 7 Photovoltaikanlagen zur Eigenstromversorgung im Einsatz. Dazu kommen vier Stromtankstellen in Limeshain.

Viel diskutiert wird auch die ärztliche Versorgung in ländlichen Gebieten. Was können wir als Kommunen tun, um junge Ärzte anzusiedeln? Wir müssen Anreize schaffen,  damit sich Mediziner  für ein Leben auf dem Land entscheiden. Sie zum Beispiel mit der Bereitstellung von Praxisräumen unterstützen. Derzeit ist unsere Versorgung in Limeshain noch gut, doch wir müssen in die Zukunft blicken. Und auch hier wird es vermutlich nicht ohne Investitionen gehen.

Eine solide Finanzausstattung ist für uns also absolut notwendig. Vom Land Hessen kann zurzeit
keine zufriedenstellende Unterstützung erwartet werden, weder bei den Straßenausbaubeiträgen, noch bei der Finanzierung der Kinderbetreuung oder beim Wald. Vielmehr kommen ständig zusätzliche Aufgaben auf die Städte und Gemeinden zu. Eine der wesentlichen finanziellen Einnahmequellen ist die Gewerbesteuer. Dabei konzentrieren wir uns auf die Ansiedlung von Gewerbe im interkommunalen Gewerbegebiet „LIMES“. Die bisherigen Flächen sind verkauft, für eine Erweiterung des Gebietes haben sich bereits 2016 alle Fraktionen der Limeshainer Gemeindevertretung einstimmig entschieden.

Die Gestaltung der Östlichen Erweiterungsfläche ist derzeit noch nicht abschließend festgelegt. Das schon bestehende Gewerbegebiet „LIMES“ ist mittlerweile jedenfalls sehr gefragt. So liegen erfreulicherweise sehr viele geeignet erscheinende Bewerbungen, auch von kleinen und mittelständigen Unternehmen, vor.

Für die kommenden Jahre gilt: Es gibt viel zu tun – und wir wollen es anpacken. Denn Limeshain ist attraktiv – für Jung und Alt, für Groß und Klein.

Dass das so ist, dafür haben wir Jahrzehnte gearbeitet

und dass es so bleibt, daran werden wir auch weiterhin mit aller Kraft arbeiten.

Mit viel Herz, mit großem Engagement, mit Kreativität und nach wie vor mit viel Freude.

Ihr Adolf Ludwig

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